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Samstag, 1. Dezember 2007, 1:00 Uhr

Kurznachrichten im November II

Meldungen vom 16. bis zum 30. November 2007

Info Archiv Norderstedt | Freitag, 30. November, 8 Uhr

Alt-Bürgermeister Embacher tot

Der erste Bürgermeister der 1970 gegründeten Stadt Norderstedt ist tot: Horst Embacher (SPD) starb am 27. November im Alter von 89 Jahren. Bereits seit 1959 war der studierte Jurist Bürgermeister der Gemeinde Garstedt (damals zum Kreis Pinneberg gehörig), 1970 übernahm er dann die Führung in der "fusionierten" Stadt Norderstedt. In seiner Amtszeit siedelte sich hier das Herold-Center an, die Verlängerung der U-Bahn bis Garstedt erkaufte Embacher mit der Erlaubnis für den Hamburger Flughafen, seine nördliche Landebahn nach Norderstedt verlängern zu dürfen. Auch die Verbindung mit der Partnerstadt Maromme wird dem Sozialdemokraten zugeschrieben. Bezüglich seines Privatlebens berichtet die Norderstedter Zeitung heute, Embachers Kinder hätten "die preußischen Tugenden wie Disziplin, Konsequenz und Pünktlichkeit zu spüren" bekommen, das aber "im Nachhinein nicht bedauert.". Wie bedauerlich.

Freitag, 30. November, 8 Uhr

wilhelm.tel expandiert nach Alveslohe

Weil "ein deutscher Weltkonzern" (die Telekom) seit über fünf Jahren nicht in der Lage ist, die Gemeinde Alveslohe ans DSL-Netz anzuschließen, hat Bürgermeister Peter Kroll (Bürgerverein Alveslohe) jetzt die Reißleine gezogen: Bis zum Ende des Jahres sollen sich mindestens 300 AlvesloherInnen für einen wilhelm.tel-Anschluss entschieden haben, dann rücken die Bagger an. Für die in der Vergangenheit umstrittene Tochter der Norderstedter Stadtwerke ist Alveslohe allerdings nur ein willkommener Anfang für die Expansion nach Norden. Als nächstes Projekt bezeichnet Norderstedts Bürgermeister und wilhelm.tel-Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Joachim Grote (CDU) dabei die Erschließung von Neumünster. Schlussendlich will das öffentliche Unternehmen - wie immer in fataler Nähe zum Größenwahn - ganz Schleswig-Holstein versorgen. Bislang hat wilhelm.tel nach eigenen Angaben rund 100.000 KundInnen.

Donnerstag, 29. November, 15 Uhr

Weniger Arbeitslose in Segeberg

Insbesondere in den Städten des Kreises Segeberg sind die Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vormonat deutlich zurückgegangen: 254 SegebergerInnen weniger als im Oktober sind zur Zeit bei der Agentur für Arbeit erwerbslos gemeldet, alleine um 150 Betroffene sank die Arbeitslosenzahl dabei in Norderstedt. Wenig Veränderungen hingegen auf dem Land: In den Segeberger Dörfern wurden im November nur 20 Erwerbslose weniger gezählt, hier sank jedoch die Zahl der Langzeitarbeitslosen etwas stärker. Die wenigsten Bewegungen am Arbeitsmarkt verzeichnete zuletzt Henstedt-Ulzburg, wesentlich flexibler war er in Bad Segeberg. Die sinkenden Arbeitslosenzahlen im Kreis Segeberg liegen zwar im Bundestrend, widersprechen jedoch der Enticklung in Schleswig-Holstein: Während etwa Hamburg über 2.000 Arbeitslose weniger verzeichnete, waren in Schleswig-Holstein sogar knapp 400 Menschen mehr betroffen, als noch im Oktober. Der Spiegel veröffentlichte heute eine interaktive Grafik mit den bundesweit teils heftigen Unterschieden in der Arbeitslosenquote.

Donnerstag, 29. November, 14 Uhr

"Großflughafen wird kommen"

Am Mittwoch haben Ole von Beust und Peter Harry Carstensen vor rund 500 geladenen Gästen in der Norderstedter "TriBühne" wie angekündigt über die "Wirtschaftsregion Hamburg" und dabei auch über den seit rund 50 Jahren geplanten Großflughafen Kaltenkirchen informiert. Nachdem der Hamburger Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) bereits 2003 davon sprach, der Flughafen Kaltenkirchen werde kommen, hat die Schleswig-Holsteinische Landesregierung kürzlich eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben, deren Ergebnis nun vorliegt. Danach soll der bestehende Flughafen Fuhlsbüttel spätestens 2030 überlastet sein, was der Flughafenbetreiber selber abstreitet. Es bestehe zumindest kein Grund für Eile, sagte Flughafen-Sprecherin Stefanie Harder kürzlich dem Hamburger Abendblatt, schließlich habe man Fuhlsbüttel gerade für 350 Millionen Euro ausgebaut. Vor allem die Unternehmensverbände in Hamburg und Schlewig-Holstein betreiben den Kaltenkirchener Neubau, deren Präsident Hans Heinrich Driftmann unablässig vor dem Abwandern vor Kapazitäten nach Hannover warnt. Engpässe in Fuhlsbüttel sind allerdings schon deshalb unwahrscheinlich, weil eine Ausweitung der Klima-Debatte an den CO2-Schleudern der Luftfahrtgesellschaften kaum vorbei kommt. Ob also bis 2030 tatsächlich eine kräftige Steigerung der Flugbewegungen eintritt, darf bezweifelt werden. Doch auch ohne spekulative Überlegungen zweifeln Kritiker die Wachstums-Prognosen an: Für die Jahre 2001 bis 2005 hat die Bürgerinitiative Pro Kaki sogar ein Minus von 2,5% bei den Flugbewegungen im Linien- und Touristikverkehr für Hamburg errechnet, erst seit 2005 steigen die Zahlen wieder kräftig.

Donnerstag, 29. November, 10:15 Uhr

Casio zieht um

Das Elektronikunternehmen Casio will seine in Norderstedt verstreuten Standorte bündeln und seine Europazentrale im Gewerbegebiet Nordport ansiedeln. Casio ist seit 1994 in Norderstedt ansässig uns beschäftigt ca. 360 MitarbeiterInnen. Der Planungsausschuss der Stadt ließ sich nicht lumpen und schenkte der Firma eine repräsentative Anschrift: Casio-Platz 1. Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote und Mario Bertermann von der Entwicklungsgesellschaft Norderstedt übergaben im Beisein von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (der war sowieso gerade in der Stadt) der Firmenleitung von Casio ein Straßenschild. Mit Schildern kennt sich die politische Stadt-Elite ja schon aus - wurde doch vor kurzem unter schwierigsten Bedingungen ein Sonder-Nummernschild für einen Promotionwagen anlässlich der Landesgartenschau besorgt. OB Grote wies darauf hin, dass nunmehr 2/3 des Gewerbegebiets Nordport belegt seien. Lustige Formulierung in den Lübecker Nachrichten dazu: "Weit über 100 Millionen Euro werden für diese Pojekte buchstäblich in den Norderstedter Sand gesetzt".

Donnerstag, 29. November, 10 Uhr

SPD hat Kandidatin gewählt

Der jetzige Landrat des Kreises Segeberg, Hier Georg Gorrissen (parteilos) tritt zu den nächsten Wahlen am 25. Mai 2008 nicht mehr. Die Kreis-SPD präsentierte gestern ihr Kandidatin für das Amt: Jutta Hartwieg , Unternehmensberaterin aus Hamburg. Jutta Hartwieg war von 1994 bis 1998 Norderstedter Kreistagsabgeordnete. Die SPD-Fraktion entschied sich einstimmig für die Kandidatin. Hartwieg tritt gegen den seit 20 Jahrem im Landtag sitzenden CDU-Abgeordneten Thomas Stritzl an. Die Parteien können noch bis zum 7. April 2008 Wahlvorschläge einreichen, Einzelkandidaten müssen sich bis zum 31. Januar 2008 beworben haben.

Mittwoch, 28. November, 10:15 Uhr

Gutschein-System für Kindergärten beschlossen

Im Ausschuss für junge Menschen wurde mit den Stimmen der CDU und der FDP beschlossen, eine Projektgruppe zu bilden, die ein Gutschein-System für die Norderstedter Kindertagesstätten (Kitas) entwickeln soll. Die Projektgruppe soll aus MitarbeiterInnen der Verwaltung, den Trägern nichtstädtischer Kitas, Kindergarten-LeiterInnen und Sprechern der Kreiselternvertretung in Norderstedt bestehen. Was auf den ersten Blick offen und demokratisch daherkommt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung dann doch als Mogelpackung. Susanne Amrhein , Kreiselternvertreterin, kritisiert, dass es sich nicht um eine ergebnisoffene Projektarbeit handelt, sondern die Politik als Ziel vorgegeben hat, ein Gutschein-System zu erarbeiten. Die Elternvertreterin gegenüber der http://www.abendblatt.de/daten/2007/11/28/821551.html " target="_blank"> Norderstedter Zeitung: "Es geht also nicht darum, den bestmöglichen Weg für die Norderstedter Kitas zu finden". So kann es leider wieder einmal nur darum gehen, das Schlimmste zu verhindern.

Mittwoch, 28. November, 10 Uhr

Und noch ein OB-Denkmal?

Wenn es um (seiner Meinung nach) prestigeträchtige Projekte geht, ist er unschlagbar: Norderstedts Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote (CDU)! Neueste Idee einer gigantischen Selbstinszenierung ist der Bau eines Kulturpalastes auf den Ruinen des ehemaligen Potenberg-Werks . Da wird nicht lange gezaudert und ein "Star-Architekt" beauftragt, das Kulturzentrum architektonisch zu überplanen. Wer hat diesen Auftrag eigentlich erteilt? Wie hoch sind die Kosten für die Erstellung der Pläne? Ist dies durch die Stadtvertretung legitimiert? Aber der OB stellt keine Fragen, sondern hat Visionen. Visionen, die ihm und seiner Gefolgschaft bei Themen wie z.B. dem Ausbau und der Instandhaltung von Schulen und kostengünstigem Mittagessen an Ganztagsschulen einfach nicht kommen wollen. Im Zusammenhang mit diesen Themen leiern die Entscheidungsträger unisono "Dafür ist kein Geld da" herunter. OB Grote weiß zwar auch noch nicht, wo das Geld für das Kulturwerk herkommen soll, aber er wendete sich hoffnungsvoll an die http://www.abendblatt.de/daten/2007/11/28/821457.html " target="_blank">Presse: "Drücken Sie uns die Daumen, dass wir das irgendwie hinbekommen". Im Frühjahr 2008 sollen die Pläne den politischen Gremien zur Abstimmung vorgelegt werden. Irgendwie...

Dienstag, 27. November, 14 Uhr

Volkstrauertag: Nazis in Seth und Hamburg-Bramfeld

Wie jetzt bekannt wurde, haben neonazistische Gruppen den diesjährigen Volkstrauertag nicht nur in Seth genutzt, um Wehrmacht und SS zu huldigen, sondern auch das Ehrenmal für gefallene Soldaten in Hamburg-Bramfeld. Nach eigenen Angaben beteiligten sich hier am 18. November bis zu 30 Faschisten an einem kurzen Marsch und einer Kranzniederlegung. Mittlerweile wurde auch bekannt, dass die Polizei im Rahmen des Aufmarsches neonazistischer Gruppen am vergangenen Samstag in Neumünster zeitweise mit der Strategie der "freien Kameradschaften" überfordert war: Aus dem Rückmarsch zum Bahnhof machten die Teilnehmer eine Spontandemonstration, konnten weitgehend unbehelligt quer durch die Neumünsteraner Innenstadt ziehen. Für den 1. Mai 2008 planen Nazi-Gruppen zudem einen Provokationsmarsch in Hamburg-Barmbek. Parallel zur Demonstration des Hamburger DGB.

Dienstag, 27. November, 11 Uhr

Landrat bekommt Wind von vorne

Vor zwei Wochen fanden Gespräche zwischen Vertretern von Ämtern und Gemeinden und Landrat Georg Gorrissen zum Thema "Kostenbeteiligung an der Schülerbeförderung" statt. Hintergrund war die Tatsache, dass die Landesregierung rechtliche Hürden für die Beteiligung der Kommunen an der Schulbusbeförderung aufgestellt hatte. Demnach war es Kommunen untersagt, derartige Zuschüsse zu gewähren. Bei den o.g. Gesprächen wurde eine Regelung gefunden, die den Gemeinden eine Übernahme der Kosten der Schülerbeförderung dennoch ermöglichte. Nachdem Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) verkündet hatte, die Regelung zur Kostenbeteiligung wieder zu kippen, verließ Landrat Gorrissen seine moderate Haltung. Mit markigen Sprüchen verteidigte er die Kostenbeteiligung der Eltern an der Schülerbeförderung. Tenor seiner Attacke: Die Segeberger auf dem Lande profitieren erst von billigem Baugrund und lassen sich dann die Schulbusfahrten ihrer Kinder von der Allgemeinheit finanzieren. Dafür bekam er jetzt kräftig was auf die Mütze. Die Lübecker Nachrichten erhielten eine Menge empörter http://www.ln-online.de/lokales/2259953 " target="_blank"> Leserbriefe .

Dienstag, 27. November, 10:45 Uhr

CDU Henstedt-Ulzburg legt Wahlprogramm vor

Im Frühjahr 2008 finden Kommunalwahlen statt. Pünktlich zu solchen Wahlen erstellen die Parteien knackige Wahlprogramme mit kernigen Forderungen und Absichtserklärungen. Jetzt hat die CDU Henstedt-Ulzburg ihr Programm vorgelegt. Einen Schwerpunkt - wen wundert´s bei den aktuellen Diskussionen - bildet die Kinder- und Bildungspolitik. So will die CDU die Krippenplätze ausbauen und flexiblere Öffnungszeiten erreichen. In einem Modellversuch sollen Kinder schon in der ersten Grundschulklasse eine Fremdsprache lernen. Außerdem sollen Sonderkonzepte für Kindergärten (z.B. Sportkindergärten) weiterentwickelt werden. Die Kindergartengebühren sollen nicht abgeschafft werden, sie sollen lediglich stabil bleiben.

Dienstag, 27. November, 10:30 Uhr

Für bessere Förderung von BerufsschülerInnen

Die Kreistagsfraktion der SPD will sich für die Förderung lernschwacher SchülerInnen an den http://www.bsnorderstedt.de/
" target="_blank"> Kreis-Berufsschulen Kreis-Berufsschulen in Norderstedt und Bad Segeberg einsetzen. Nach dem Willen der SPD sollen die Schulleitungen dafür Mittel (z.B. für Honorarkräfte) nach eigenem Ermessen einsetzen können. Zusammen mit der FDP wurde ein Antrag auf Bereitstellung von Mitteln für den Einsatz von sozialpädagogischen Fachkräften gestellt. Vor einem Jahr hatte die CDU-Mehrheit einen gleichlautenden Antrag noch abgelehnt. Jetzt stimmte der Ausschuss für Bildung dem erneuten Antrag zu.

Montag, 26. November, 18 Uhr

FDP: Neuer alter Kreisvorstand

Ohne personelle Veränderungen kann der Kreisvorstand der Segeberger FDP in die nächste Amtsperiode gehen. Sowohl Vorsitzender Joachim Behm (Bad Bramstedt), also auch seine StellvertreterInnen Rosemarie Jahn(Bimöhlen), Klaus-Peter Schroeder (Norderstedt und Tobias Claßen (ebenfalls Norderstedt) wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Sonntag, 25. November, 18 Uhr

Großflughafen Kaltenkirchen: Reaktionen

Norderstedts Bürgermeister Hans-Joachim Grote vergleicht die wieder auflebenden Pläne zum Bau eines Großflughafens in Kaltenkirchen mit dem Ungeheuer von Loch Ness: Das würde schließlich auch immer mal wieder auf- und wieder abtauchen. Die Skepsis des Bürgermeisters ist verständlich: Gerade baut die Stadt mit dem umstrittenen "Nordport" ein Logistikzentrum in unmittelbarer Nähe des bestehenden Flughafens Fuhlsbüttel. Begeistert von den Plänen geben sich hingegen die Norderstedter Interessengemeinschaft für Fluglärmschutz (NIG) und ihr Vorsitzender Hans Schwarz. Von jeher egozentrisch ausgerichtet, feiert die Initiative alles, was ihre persönliche Lärmbelastung mindert. Einen Flughafen in Kaltenkirchen befürwortet die NIG nachhaltig, obwohl dies lediglich die Lärmbelastung von Norderstedt nach Kaltenkirchen verlagert. Derzeit bemüht sich die NIG juristisch, einen größeren Teil der Starts und Landungen über dichtbesiedelte Hamburger Stadtteile zu verlegen - und damit weg von Wiesen und Feldern westlich von Garstedt. "Nicht tabuisieren" möchte das Thema hingegen Kaltenkirchens Bürgermeister Stefan Sünwoldt, während die Bürgerinitiative Pro Kaki das "Monster von Kaltenkirchen" klar ablehnt. Aus Bokholt-Hanredder wurde zunächst keine Reaktion bekannt: Hier hatte in den 70er Jahren der Schwerpunkt der Protestbewegung gegen den geplanten Großflughafen gelegen.

Sonntag, 25. November, 14 Uhr

Nachtrag: Gestern ca. 150 Nazis in Neumünster

Mehr Anhänger der Nazi-Szene als erwartet beteiligten sich gestern an einem von Christian Worch angemeldeten Aufmarsch in Neumünster: Nach Polizeiangaben zogen demnach 160 Neonazis durch Randgebiete der Stadt, Antifaschistische Gruppen sprechen derweil von 120 Teilnehmern des Aufmarsches. Weiterhin nahm die Polizei nach eigenen Angaben 25 Antifaschisten in Gewahrsam, gegen 300 von ihnen wurden Platzverweise ausgesprochen. Den Nazis wurden während ihres Marsches offenbar weitreichende Auflagen erteilt: So durften keine Schuhe mit Stahlkappen getragen werden, auch einschlägige Bekleidungsmarken wurden in Hinsicht auf das Uniformverbot untersagt. Weitere Polizeimeldungen gibt es hier, hier und hier. Die örtliche NPD gab übrigens anlässlich des Volkstrauertages ein Lebenszeichen von sich: Nach eigenen Angaben legten etwa ein Dutzend Neonazis einen Kranz am Ehrenmal in Seth nieder, hielten im Fackelschein revanchistische Reden und sagen gemeinsam "Ich hatt einen Kameraden" und "Wenn alle untreu werden". Abschließend wurde der letzte Wehrmachtsbericht verlesen.

Samstag, 24. November, 17 Uhr

Großflughafen Kaltenkirchen: Investition in die Vergangenheit?

Alleine auf den Rollfeldern des Flughafens Fuhlsbüttel wurden zuletzt über 11 Millionen Passagiere pro Jahr abgefertigt. Trotz eines Wachstums auf 160.000 Starts- und Landungen in 2007 besteht jedoch alleine hier noch die Möglichkeit, 50.000 solcher Bewegungen zusätzlich zu bewältigen. Dennoch haben Hamburg und Schleswig-Holstein jetzt offenbar die Uralt-Planungen wieder aufgenommen, einen neuen Großflughafen zu bauen - der freilich frühestens um 2025 seinen Betrieb aufnehmen könnte. 2025 ... war da nicht was? Wurden nicht gerade die Schätzungen des Zeitpunktes herunterkorrigiert, an dem der sogenannte "Scheitelpunkt" der Ölförderung erreicht sein wird? Geht man nicht aktuell von einem Zeitpunkt um 2025, 2030 aus? Schon jetzt steigen die Ölpreise mit hoher Geschwindigkeit, nur weil es immer aufwendiger wird, aus den bestehenden Quellen immer mehr Öl zu fördern. Ist erst klar, dass die Fördermengen konsequent zurückgehen, werden sich die Ölpreise aber vervielfachen. Vor diesem Hintergrund einen Großflughafen für 2025 oder gar 2030 zu bauen - das zeugt schon von ..., ja: von was?

Samstag, 24. November, 17 Uhr

Großflughafen Kaltenkirchen: Mittwoch Konferenz in Norderstedt

Bereits am kommenden Mittwoch wollen Ole von Beust und Peter Harry Carstensen die Ergebnisse einer Studie des Institutes für Weltwirtschaft (IfW) vorstellen, nach denen der bereits Jahrzehnte angedachte Großflughafen Kaltenkirchen bis 2030 tatsächlich gebaut werden soll. Die CDU-Landespolitiker wollen die Studie vor 500 geladenen Gästen in der Norderstedter TriBühne veröffentlichen.

Samstag, 24. November, 16 Uhr

Großflughafen Kaltenkirchen: Kommt der Umweltvernichter?

In Zeiten der Klimakatastrophe ereignen sich seltsame Widersprüche: Während beständig über PKW-Tempolimits und saubere Kraftwerke gestritten wird, um den CO2-Ausstoß zu mindern, baut Norderstedt ein großes Logistik-Zentrum, um vom Wachstum des LKW- und Flugverkehrs zu profitieren. Und kaum hatte man geglaubt, der Unsinn wäre begraben, holen der Hamburger Bürgermeister Ole von Beust und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (beide CDU) den Großflughafen Kaltenkirchen aus der Versenkung. Nach einer von der Kieler Landesregierung in Auftrag gegebenen Studie sei der nämlich erheblich notwendig, weil der Hamburger Flughafen 2018 an seine Kapazitäts-Grenzen stoße, berichtet die Norderstedter Zeitung heute. Seltsam nur, dass der Airport selber ebenso wie die Hamburger Wirtschaftsbehörde das verneinen: Der Flughafen Fuhlsbüttel reiche völlig aus. Damit erhärtet sich der Verdacht, dass das "Monster von Kaltenkirchen" (Zitat Bürgerinitiative Pro Kaki) in erster Linie der feuchte Traum sogenannter "Projektentwickler" ist, die mit derartigen Bauprojekten Millionen verdienen. Die sonst so sehr bemühte Umwelt ist da plötzlich Nebensache: Flugzeuge sind mit Abstand die größten CO2-Schleudern im Personenverkehr wie im Frachttransport. Besonders Kurzstreckenflüge haben es in sich: Für die Strecke von Düsseldorf nach München etwa pustet ein Bahnkunde 30 Kilo CO2 in die Luft, ein PKW-Insasse kommt auf 110 Kilo, ein Flugpassagier hingegen sorgt mit durchschnittlich 150 Kilogramm CO2 für die fünffache Verschmutzung eines Bahnreisenden.

Samstag, 24. November, 15 Uhr

Nazi-Aufmarsch in Neumünster

Rund ein Dutzend Menschen aus Norderstedt und Umgebung beteiligten sich heute an Protesten gegen einen Aufmarsch sogenannter "Freier Kameradschaften" in Neumünster. Insgesamt rund 600 Mitglieder von Gewerkschaften und antifaschistischen Gruppen waren zunächst vom Bahnhof aus durch die Stadt gezogen, um gegen neonazistische Gruppen und insbesondere den Neumünsteraner Nazi-Treff Club 88 ("Club Heil Hitler") zu demonstrieren, darunter auch Grünen-Politikerin Angelika Beer und DGB-Nord-Chef Peter Deutschland. Die Nazis zogen ebenfalls in einer kleinen Runde durch Randbereiche der Stadt und demonstrierten "für Meinungsfreiheit" und gegen polizeiliche Repression. Wieviele Faschisten sich dem vom zuletzt in seiner Szene umstrittenen Hamburger Christian Worch angemeldeten Aufmarsch anschlossen, ist bislang unklar. Klar ist hingegen, dass die Polizei die Neonazis mit einem Großaufgebot schützte, dabei aber zunächst besonnen vorging.

Freitag, 23. November, 21 Uhr

Umgefahrene Radler: Polizei geht gegen Autofahrer vor

Anlässlich einer mehrtägigen Verkehrskontrolle an Norderstedter Unfall-Schwerpunkten hat die Polizei bei mehr als 30% der näher ins Visier genommenen Autofahrer Fehlverhalten und Mängel festgestellt. Die Beamten unter Leitung von Kai Hädicke-Schories achteten dabei vor allem auf Beleuchtung, Bereifung und Geschwindigkeit sowie darauf, ob die Insassen angeschnallt waren und während der Fahrt das Handy benutzten. Alarmiert war die Plizei durch steigende Unfallzahlen, beispielsweise an der Einmündung der Waldstraße in die Ulzburger Straße. Hier sind 2007 bereits sieben Radfahrer verunglückt, weil nach rechts abbiegende PKW die Räder übersahen. Radfahren ist an dieser Stelle in beiden Richtungen erlaubt, weil es nur den Radweg auf der Westseite der Ulzburger Straße gibt. Für den kurzfristigen Schutz der RadfahrerInnen soll nun bald eine Leuchtanzeige mit der Aufschrift "Vorsicht Radfahrer!" aufgestellt werden. Vor allem aber müssten sich die Autofahrer der Funktion eines Stopp-Schildes bewusst werden, merkt Hädicke-Schories in Hinblick auf das Verkehrszeichen an der Waldstraße an.

Freitag, 23. November, 15 Uhr

SPD mobilisiert gegen Autobahnanschluss

Mit zwei Informationsveranstaltungen mobilisiert die Norderstedter SPD gegen den geplanten und im wesentlichen beschlossenen dritten Autobahnanschluss. Am 28. und 29. November will der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Partei, Jürgen Lange, interessierten NorderstedterInnen darstellen, warum das Großprojekt nicht nur keine Entlastung für bestehende Trassen bringt, sondern mehr Verkehr auf Straßen, "die zusätzlichen Verkehr nicht aufnehmen können". Am kommenden Mittwoch lädt die SPD ins TuRa-Sportlerheim, am Donnerstag in die Aula der Grundschule Niendorfer Straße. Beginn der Veranstaltungen ist jeweils 20 Uhr.

Freitag, 23. November, 14 Uhr

Norderstedt gliedert seine Kultur aus

Erwartungsgemäß hat die Norderstedter Stadtvertretung mit den Stimmen von CDU und FDP weite Bereiche ihres Kulturbetriebes aus der kommunalpolitischen Verantwortlichkeit ausgeglieder und an zwei städtische Eigenbetriebe für Kultur und Bildungsarbeit übertragen. Gegen die Stimmen von SPD und GALiN wurden die fünf bisherigen Leiter der verschiedenen Bereiche zu "WerkleiterInnen" ernannt: Rajas Thiele (TriBühne), Gabriele Richter (Kultur-Forum), Klaus Bostelmann (VHS), Rüdiger George (Musikschule) und Susanne Martin (Stadtbücherei) erhalten nun erweiterte Kompetenzen. Insbesondere Bürgermeister Hans-Joachim Grote (CDU) ist angetan, die Fraktionsvorsitzenden Herbert Paschen (CDU) und Uwe Matthes (FDP) sprechen in der Norderstedter Zeitung von einem "längst fälligen Schritt". Tatsächlich hat die Kommunalpolitik mit diesem Schritt erneut einen Teil ihres Einflussbereichs aufgegeben und damit auch demokratische Mitsprache: Wo sich die Kulturbetriebe früher die Zustimmung der gewählten Politik erarbeiten mussten, können sie jetzt freier walten. Lediglich der in seinen Aufgaben nun deutlich erweiterte Werkausschuss kann neben der Verwaltung jetzt noch Kontrolle ausüben. Außerdem, so protestieren SPD und GALiN, wurde die Ausgliederung beschlossen, bevor überhaupt inhaltliche Standarts zur Diskussion kamen. Einen "inhaltlichen Schnellschuss" sieht dann auch Anette Reinders (GALiN), während der SPD-Fraktionsvorsitzende Johannes Paustenbach "gut dotierte Versorgungsposten" für die Werkleiter bemängelt. Der Bürgermeister frohlockt indes. Den Demokratie- und Einflussabbau der folgsamen Kommunalpolitik feiert er als Zuwachs an "Flexibilität".

Donnerstag, 22. November, 10:15 Uhr

"Schmierereien" sorgen für überfällige Diskussion

Henstedt-Ulzburgs Bürgermeister Volker Dornquast wollte sich eigentlich nicht weiter mit den Textänderungen auf dem sog. "Blutstein" befassen. Wie wir am 20.11.2007 in unseren Kurzmeldungen berichteten, hatten bisher Unbekannte die Inschrift des Steins auf dem Beckersberggelände überschrieben. Was für den Bürgermeister nur "Schmierereien" waren, sorgt indes bei PolitikerInnen und EinwohnerInnen für Diskussionsstoff. Leider konnte sich keiner der http://www.abendblatt.de/daten/2007/11/22/819353.html " target="_blank">befragten PolitikerInnen zu einer eindeutigen Verurteilung der bisherigen Nutzung dieses ehemaligen Nazi-Musterlagers durchringen. Aber der Stein ist wenigsten ins Rollen gebracht ... . Einen Bericht über die Kampagne gegen das Ulzburger Heldengedenken aus dem Jahr 1997 gibt es hier.

Donnerstag, 22. November, 10 Uhr

Eine Stimme mehr reichte

Mit einer Stimme Mehrheit beschloss die Henstedt-Ulzburger Gemeindevertretung die Erschießung des Neubaugebietes "Beckershof". Die Gegner des Projekts (PolitikerInnen von SPD , WHU und der fraktionslose Jörg Schlömann ) fürchten, dass sich die Gemeinde finanziell übernimmt. Allein für die Erschließung des Baugebietes sind über 26 Millionen Euro veranschlagt. Außerdem erscheint das Projekt überdimensioniert. Nach der demographischen Prognose soll der Kreis Segeberg bis zum Jahre 2020 Einwohner in einer Größenordnung von 13000 hinzugewinnen. Davon sollen auf Henstedt-Ulzburg zwischen 10 und 15 Prozent entfallen. Das Neubaugebiet wird allerdings Wohnraum für 3000 bis 5000 Menschen schaffen.

Mittwoch, 21. November, 11:15 Uhr

Einwohnerversammlung zum Thema Gemeinschaftsschulen

Momentan das Thema überhaupt: Schulreform , Stichwort http://www.schleswig-holstein.de/Bildung/DE/SchulischeBildung/Allgemeinb... " target="_blank"> Gemeinschaftsschulen und http://www.schleswig-holstein.de/Bildung/DE/SchulischeBildung/Allgemeinb... " target="_blank"> Regionalschulen . Wie es damit in Kaltenkirchen weitergeht, darum geht es morgen während der Einwohnerversammlung im Ratssaal. Dort werden dann auch die Fraktionen der Stadt ihre Positionen darstellen. Die Einwohnerversammlung beginnt um 19 Uhr .

Mittwoch, 21. November, 11 Uhr

Elternbeiräte fordern zwei Gemeinschaftsschulen

Wie wir berichteten, hatte sich die CDU Bad Segeberg bei der letzten Stadtvertretersitzung nicht mit Ruhm bekleckert. Gegen den entschiedenen Elternwillen und gegen die Ankündigung der eigenen Fraktion, stimmten 3 Stadtvertreter gegen eine zweite Gemeinschaftsschule. Nun haben sich die Schulelternbeiratsvorsitzenden aller drei Bad Segeberger Grundschulen und der beiden Realschulen für die schnellstmögliche Realisierung zweier Gemeinschaftsschulen ausgesprochen. Die Beiräte gegenüber der http://segeberg.nordclick.de/news/archiv/?id=2258428
" target="_blank"> Segeberger Zeitung : "Wir fordern alle betroffenen Eltern auf, zur Sitzung (Sondersitzung der Stadtvertretung, Anm. d. Redaktion) ins Rathaus zu gehen und den Entscheidungsträgern die Position nochmals sichtbar zu machen". Ort des Geschehens: Bürgersaal, Donnerstag, 22.11.2007 um 18:30 Uhr .

Dienstag, 20. November, 12:15 Uhr

Bürgermeister möchte angesprochen werden

Unbekannte haben offenbar kurz vor den "Feierlichkeiten" am Volkstrauertag in Henstedt Ulzburg auf dem Beckersbergelände Veränderungen auf den Inschriften eines der sogenannten "Blutsteine" vorgenommen. In diesem Zusammenhang ging in der Redaktion der http://www.abendblatt.de/daten/2007/11/20/818307.html " target="_blank">Norderstedter Zeitung eine E-Mail ein. Ein Mitarbeiter des Betriebshofes versteckte die Veränderung in vorauseilendem Gehorsam unter einer Plastikfolie und entfernte dann mühsam die Veränderung. Danach war dann die ursprüngliche Inschrift wieder lesbar: "Es gilt das Blut als heilige Saat, aus Gräbern wächst die Kraft zur Tat ". Die unbekannten Antifaschisten hatten diesen Text durch folgenden ersetzt: "Nehmt es wahr (...) was von Euren Vorfahren meistens verdrängt, auch diskriminiert und verleugnet wurde: Das Bedeutsamste und Kostbarste aus deutscher Geschichte ist und bleibt der antifaschistische Widerstand". Bürgermeister Volker Dornquast (CDU) findet es richtig, dass die Steine mit den Nazi-Inschriften stehenbleiben. Die beschriebenen "Schmierereien" akzeptiert er nicht. Wer eine andere Meinung habe, solle sich mit ihm in Verbindung setzen. Na denn: Telefon Rathaus Henstedt-Ulzburg (0 41 93) 963-0, Fax (0 41 93) 963-191, e-mail: Volker.Dornquast@Henstedt-Ulzburg.de.

Dienstag, 20. November, 10 Uhr

CDU will Gutschein-System

Morgen tagt der Ausschuss für junge Menschen und die CDU geht davon aus, dass dann das Gutschein-System für Kindergärten beschlossen wird. Das System soll im Groben so funktionieren, dass die Eltern bei der Stadt ihren Bedarf an Kinderbetreuung anmelden und dafür dann einen Gutschein für zwölf Monate bekommen. Die Verwaltung der Stadt sieht das Verfahren als problematisch an und Elternvertretungen lehnen es ab. Aber Holger Hagemann (CDU) und seine Parteifreunde wissen besser, was für die Eltern und Kinder gut ist: ?Die Gutscheine erlauben den Eltern mehr Flexibilität.? Wer sich einmischen möchte hat morgen um 18.30 Uhr die Gelegenheit dazu. Dann tagt der Ausschuss für junge Menschen im Rathaus, Rathausallee 50.

Dienstag, 20. November, 9:30 Uhr

"Die Linke" gründet Ortsverband

Gestern beschlossen die Mitglieder der Kreis-Linken einstimmig die Bildung eines Ortsverbandesin Norderstedt. Es wurde ein dreiköpfiges Sprecher-Kollektiv gewählt. Die Schwerpunkte des Ortsverbandes sollen in der politischen Weiterbildung der eigenen Mitgliedschaft und deren Sympatisanten, in der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Initiativen vor Ort und in der Vorbereitung zur Beteiligung an den Kommunalwahlen im Frühjahr 2008 liegen. Ein ausführlicher Bericht folgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Montag, 19. November, 18 Uhr

Der große Ausverkauf ...

Die Privatisierung der Stadtwerke konnte in Norderstedt gerade noch verhindert werden, während die CDU im benachbarten Hamburg gerade alles verkauft, was nicht niet- und nagelfest ist. Von Privatisierung im kleinen- und ganz großen Stil handelt der Film, den das Alternative Kino morgen Abend im Norderstedter Spectrum zeigt: Der große Ausverkauf verbindet den britischen Lokführer mit einer philippinischen Mutter, einem südafrikanischen Aktivisten oder den Bürgern einer bolivianischen Stadt: Sie alle kämpfen gegen Privatisierung von Energie, Wasser, Gesundheit und damit gegen den Ausverkauf gesellschaftlichen Besitzes an Konzerne.

Montag, 19. November, 12 Uhr

Carstensen und von Beust wollen ein paar fliegen lassen

Und zwar nach Kaltenkirchen! Das jedenfalls geht aus einer Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft hervor. Nach der dem Hamburger Abendblatt vorliegenden Studie wird u.a. empfohlen, einen Großflughafen in Kaltenkirchen zu planen. Hört, hört! Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) hatte das Gutachten in Auftrag gegeben. Am Mittwoch, den 28. November, will Carstensen die Ergebnisse zusammen mit Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) auf einem Kongress in Norderstedt vorstellen. Nach der Studie wird der Flughafen Fuhlsbüttel seine Kapazitätsgrenze für Passagiere zwischen 2014 und 2018 und die bei Luftfracht 2015 erreichen. Die Gutachter mahnen zur Eile. Noch mehr beeilen müssen sich dann aber Norderstedts Oberbürgermeister Grote Oberbürgermeister Grote und seine Getreuen, um die Kapazitäten des Logistikprojektes ?Nordport? auszulasten...

Sonntag, 18. November, 10 Uhr

Für Einigkeit ...

... spricht sich der Langenhorner SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Carstensen heute in der Hamburger Morpenpost aus. Er wendet sich damit gegen das Ziel des GDL-Arbeitskampfes, einen eigenen Tarifvertrag mit der Deutschen Bahn abzuschließen. Durch das Verlassen eines einheitlichen Branchentarifvertrages werde die Zukunft des konzerninternen Arbeitsmarktes zerstört, so Carstensen in einem Gastkommentar. Mit der Parole "nicht Vereinzelung, nur Einigung macht stark", liegt der Absolvent der ehemaligen Hamburger Gewerkschafts-Uni "HWP" sowohl im Trend der SPD, als auch der DGB-Gewerkschaften, die der GDL regelmäßig den Bruch gewerkschaftlicher Einheit vorwerfen. Tatsächlich gelingt es dem DGB aber unter dem Mantel dieser "Einheit" immer weniger, die kleineren Berufsgruppen in seinen zusammenfusionierten Großgewerkschaften noch angemessen zu vertreten. Hinter dem hart geführten Arbeitskampf der GDL wird außerdem der Kampf um die Aufsichtsratsposten bei der Deutschen Bahn vermutet - politische Pfründe, auf die der DGB und seine Bahngewerkschaft TRANSNET nur ungern verzichten möchten.

Sonntag, 18. November, 10 Uhr

SPD fürchtet Schaden für die Norderstedter Kultur

Der Norderstedter SPD-Fraktionsvorsitzende Johannes Paustenbach kritisiert den Umgang der CDU-Mehrheitsfraktion mit der Ausgliederung des städtischen Kulturamtes FORUM in die zwei Eigenbetriebe Kulturwerk und Bildungswerke. Irritiert sind die Sozialdemokraten dabei unter anderem von dem Umstand, dass die fünf bisherigen Führungskräfte der zum 1. Januar 2008 ausgegliederten Einrichtungen zu gleichberechtigten Werkleitern gemacht wurden, darunter auch der Geschäftsführer der stets defizitären TriBühne, Rajas Thiele. Inhaltlich habe die CDU hingegen kaum Aussagen gemacht, Fragen der SPD seien am 12. November im Hauptausschuss unbeantwortet geblieben. Paustenbach: "Von Geschäftszielen, Plänen wie die Angebote der Einrichtungen für die Bürger attraktiver und kostengünstiger gestaltet werden können, rede keiner der Verantwortlichen. "Ausgliederung ohne erkennbare Ziele und die Schaffung von gut dotierten Versorgungsposten ist alles was der Politik zur Entscheidung vorgelegt wurde."

Samstag, 17. November, 8 Uhr

Bob Geldof in Hartenholm

Erstaunlich aber wahr: Am 8. Dezember wird neben der deutschen Synthesizer-Formation Alphaville auch der international bekannte Musiker Bob Geldof beim Musik-Festival Rock opn Dörp auftreten. Geldof - mit den "Boomtown Rats" und dem Song "I dont like mondays" berühmt geworden - setzt sich neben seinem musikalischen Engagement seit Jahrzehnten auch politisch in Szene und trat als Organisator großer Benefiz-Konzerte auf. So zeichnete er u.a. für das Konzert für die Freilassung von Nelson Mandela 1988 in London verantwortlich. Zuletzt geriet seine Arbeit jedoch mehr und mehr in die Kritik, weil er sich immer häufiger mit politischen Führungspersönlichkeiten zeigte und naiv der Meinung war, mit Kanzlern und Präsidenten Verhandlungslösungen gegen die Armut der Welt erzielen zu können.

Samstag, 17. November, 8 Uhr

Bababa-Banküberfall

Bereits am Donnerstagabend überfiel ein junger Mann die Raiffeisenbank in Todesfelde. Er wartete bis Geschäftsschluss und zwang dann eine Angestellte mit gezogener Schusswaffe, in das Bankgebäude zurück zu gehen. Dort ließ er sich mehrere tausend Euro in Bar aushändigen und flüchtete anschließend unerkannt. Die Bankangestellte erlitt einen Schock und musste ärztlich behandelt werden. Hier die dazu gehörige Meldung der Polizeidirektion Bad Segeberg.

Freitag, 16. November, 14 Uhr

Spendenaufruf für neuen Info-Archiv-Rechner

Das Info Archiv Norderstedt benötigt dringend einen neuen Rechner für seine Internet-Aktivitäten und zur Verwaltung der Archiv-Bestände. Allerdings fehlt zur Zeit noch ein Teil des dafür nötigen Geldes. Daher bitten wir unsere LeserInnen um eine kleine (oder auch große) Weihnachtsspende. Jeder Betrag ist willkommen, alle Spenden sind steuerlich absetzbar, da der Trägerverein des Info Archivs als gemeinnützig annerkannt ist. Wer uns unterstützen will, spende bitte an den Verein:
  • Archiv für Soziale Bewegungen Norderstedt e.V.
  • Norderstedter Bank
  • Kontonummer 466514
  • Bankleitzahl 20010111
  • Stichwort "Rechner"

Damit wir eine Spendenbescheinigung ausstellen können, sollte zunächst der Name des Spenders und seine Adresse auf dem Überweisungsträger auftauchen oder separat an unsere Postadresse geschickt werden: Waldstraße 41, 22846 Norderstedt. Allen SpenderInnen herzlichen Dank!

Freitag, 16. November, 11 Uhr

Kranzniederlegungen zum Volkstrauertag

Im Gedenken an "die Opfer der beiden Weltkriege" versammeln sich am kommenden Sonntag auch im Kreis Segeberg wieder Hunderte Menschen - meist an Kriegsgräberstätten. Der Volkstrauertag wurde 1919 für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges eingerichtet und 1934 von den Nationalsozialisten als "Heldengedenktag" zum Staatsfeiertag ausgeweitet. Daher ist er als Gedenktag bis heute umstritten, findet meist vor Gedenksteinen nationalistischer Prägung statt. In Henstedt-Ulzburg etwa versammeln sich am Volkstrauertag Politiker der CDU und Angehörige zahlreicher kommunaler Verbände traditionell auf einem von den Nazis errichtete Kraft durch Freude-Gelände am Beckersberg, wo erst nach einer antifaschistischen Kampagne 1997/1998 faschistische Parolen entfernt wurden. In Kaltenkirchen hingegen findet am Volkstrauertag auch an der Gräberstätte für Kriegsgefangene und KZ-Opfer in Moorkaten eine Kranzniederlegung statt. In Norderstedt gibt es alleine sieben Gedenkveranstaltungen, darunter eine an der KZ-Gedenkstätte Wittmoor.

Freitag, 16. November, 8 Uhr

Unentschieden

Ein knappes Unentschieden erkämpften in der aktuellen Ausgabe der NSV-Mitgliederzeitschrift "vereinsnachrichten" diejenigen Gags, die weder frauenverachtend sind, noch in anderer Weise unter die Gürtellinie gehen. Die fünf anderen "Witze" werfen hingegen ein betrübliches Licht auf die Redaktion der Zeitung. Eine Kostprobe:
  • Sohn: "Papa, kannst Du mir deine Taschenlampe leihen?" Vater: "Wozu?" Sohn: "Wir wollen nachts mit den Mädchen im Park fummeln. Dann können wir sie besser sehen." Vater: "Dazu brauchten wir früher keine Taschenlampen." Sohn: "So sieht Mama auch aus!"

Für die in einer Auflage von 3.000 Stück verbreiteten "vereinsnachrichten" zeichnen Heike Westphal, Ulla Minners und Rosi Götz, sowie Ehemann Holger Götz verantwortlich. Letzterer steht dem Norderstedter Sport- und Freizeitverein seit rund 30 Jahren vor. Der NSV hat etwa 3.000 Mitglieder, darunter ein Großteil Jugendliche und Frauen. Was die zum offenbar pubertären Frauenbild ihres Vorsitzenden sagen, dürfte interessant sein.

Und hier gehts zu den Meldungen vom 1. bis zum 15. November 2007.

Lage und Lärmbelastung des geplanten Großflughafens Kaltenkirchen nach Recherchen der Bürgerinitiative "Pro Kaki e.V."