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Dienstag, 20. November 2007, 1:00 Uhr

Kurznachrichten im November

Meldungen vom 1. bis zum 15. November 2007

Info Archiv Norderstedt | Donnerstag, 15. November, 18.30 Uhr

CDU Bad Segeberg sorgt für Überraschung

Am 1. November berichteten wir über den Bad Segeberger Schulausschuss. Dort war beschlossen worden, in Bad Segeberg zwei Gemeinschaftsschulen einzurichten. Die Abstimmung in der Stadtvertretung schien nur noch eine Formsache und nach einer positiven Entscheidung in Kiel hätte es losgehen können. Aber die CDU machte möglich, womit niemand gerechnet hatte: Drei Christdemokraten stimmten gegen eine zweite Gemeinschaftsschule am Seminarweg - obwohl diese StadtvertrerInnen im Ausschuss dafür gestimmt hatten. Jetzt soll in einer Sondersitzung noch einmal beraten werden. Derartige "Stimmschwankungen" kommen uns in Norderstedt doch irgendwie bekannt vor. Zu allem Überfluss wurde auch noch mehrfach falsch ausgezählt. Das ganze Drama http://segeberg.nordclick.de/news/archiv/?id=2255829 " target="_blank"> hier.

Donnerstag, 15. November, 11 Uhr

Verbraucherzentrale gegen Preiserhöhungen

Die Verbraucherzentrale Verbraucherzentrale ruft zu Widerstand gegen die ihrer Meinung nach ungerechtfertigt erhöhten Gas- und Strompreise auf. Sie führt dazu eine Informationsveranstaltung durch, auf der die Teilnehmer Tipps zu möglichen Preiskürzungen und Erläuterungen zu den neuen Musterbriefen gegen überhöhte Gas- und Strompreise erhalten. Die Veranstaltung findet im am Montag, den 19.11.2007 um 20 Uhr im Plenarsaal des Rathauses, Rathausallee 50, statt. Teilnehmer zahlen 5 Euro.

Donnerstag, 15. November, 10:45 Uhr

AKN macht zweifelhaftes Angebot

Der Tarifstreit zwischen der AKN und der Schleswig-Holstein-Bahn (SHB) auf der einen Seite und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) auf der anderen, zieht sich hin. Die Eisenbahnunternehmen boten jetzt eine Erholungsbeihilfe (was für eine Wortschöpfung!) von 156 Euro für 2008 an. Nach Aussage von AKN-Vorstand Johannes Kruszynski seien allerdings alle anderen Vorstellungen (Erhöhung der Wochenarbeitszeit, Lohnerhöhung von 7,5% für die nächsten zwei Jahre, Laufzeit des Vertrages bis Ende 2009) unveränderbar. zu eiener Lösung des Konflikts wird das sicher nicht beitragen. Die Tarifkommission der GDL wird am kommenden Montag, den 19.11.2007, in einer Tarifkommissionssitzung die weiteren Schritte beraten.

Donnerstag, 15. November, 10:30 Uhr

Landesgartenschau: Logo!

Die Einwendungen gegen die für das Jahr 2011 geplante Landesgartenschau (LGS) in Norderstedt sind noch nicht alle beantwortet, die Frage, ob gegen die Ablehnung der Einwendungen ggf. Klagen erhoben werden noch offen - da sonnen sich die "Macher" der LGS schon einmal im Blitzlichtgewitter: Ein Logo wurde gekürt. 60 Firmen hatte die Stadt auflaufen lassen. Gewonnen hat die Medienagentur CS Team, ein Mitglied von Norderstedt Marketing. Ab Januar kann man das Logo als Aufkleber kostenlos bekommen und die Stadt will alle kommunalen Fahrzeuge damit schmücken.

Mittwoch, 14. November, 17 Uhr

Norderstedt preisverdächtig

Umweltminister Dr. Christian von Boetticher hat heute (14. November) die Gewinner des Umweltpreises Schleswig-Holstein 2007 prämiert. Mit insgesamt 10.000 Euro Preisgeld wurden die Gewinner ausgezeichnet. Bei den Kommunen wird die Stadt Norderstedt für ihr "Konzept für die Einhaltung der Selbstverpflichtung zur CO²-Minderung und Controlling durch ein Energiemanagementsystem in den Liegenschaften der Stadt" mit 3.000 Euro ausgezeichnet. Für das Stadtgebiet konnte eine Minderung der CO²-Emmissionen um 11,2 % (Bilanz 1990 - 2005) erreicht werden, für die Liegenschaften der Stadt sogar 26,3 %. Beispielhaft sind weiterhin die Qualifizierung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im Umweltamt und im Amt für Gebäudemanagement zur Analyse der Energieverbräuche und Ermittlung von Einsparpotentialen als auch die Einführung eines Energie-Management-Systems "Easy Watt". Als zusätzlicher Aspekt für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen wurden Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen von Maßnahmen und Förderberatungen durchgeführt. Zietiert aus einer Pressemeldung des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume.

Mittwoch, 14. November, 16:15 Uhr

DIE LINKE will zu Kommunalwahlen antreten

Nach Aussage der Sprecherin der Partei DIE LINKE im Kreis Segeberg, der Norderstedterin Edda Lechner, arbeitet der Kreisverband intensiv daran, bei den Kommunalwahlen im Frühjahr 2008 anzutreten. Die Partei habe zur Zeit 60 Mitglieder im Kreis, 23 davon in Norderstedt. In den kommenden Monaten sollen weitere Ortsverbände, so in Trappenkamp und in Wahlstedt, gegründet werden. Die Gründung eines Ortsverbandes für Norderstedt ist am 19. November vorgesehen. Ort der Versammlung ist um 19 Uhr das TuRa-Sportlerheim, Am Exerzierplatz 14 in Norderstedt.

Mittwoch, 14. November, 11:45 Uhr

Initiative gegen Kostenbeteiligung der Eltern

In unseren gestrigen Kurzmeldungen informierten wir darüber, dass in einem Gespräch zwischen Vertretern von Ämtern und Gemeinden und Landrat Georg Gorrissen eine Regelung gefunden wurde, dass Gemeinden die Kosten der Schülerbeförderung übernehmen können. Ergänzend hierzu können betroffene Eltern auf der Internetseite der Initiative gegen Elternbeteiligung an den Schülerbeförderungskosten in Schleswig-Holstein aktuelle Informationen für ihren Kreis abfragen und sich an einer Protestaktion beteiligen.

Mittwoch, 14. November, 11:30 Uhr

Ausbau von Schulen gefährdet

Nach Auffassung der GALiN müssen die Mittel für den erforderlichen Ausbau an Norderstedts Schulen in den Haushalt 2008/2209 eingestellt werden. GALiN-Sprecherin Dagmar Gutzeit : "So wie es aussieht, werden Baumaßnahmen nur nach Kassenlage ausgeführt". Die Befürchtung ist ernst zu nehmen. Rund vier Millionen Euro sind nötig um den Reparaturstau der letzen Jahre zu beheben. Bisher lehnt die CDU es ab, diese Mittel zu bewilligen.

Mittwoch, 14. November, 11 Uhr

Verkehrsknoten Ochsenzoll wird ausgebaut...

...irgendwann vielleicht. Jedenfalls wurde in diesem Zusammenhang ein weiteres Gebäude abgerissen: Die Pit-Stopp Werkstatt direkt an der Kreuzung. Der Landesbetrieb Straßenbau, zuständig für die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens, ließ verlauten, man sei auf der Zielgeraden zum Planfeststellungsbeschluss. Allerdings werden die die Urheber von Einwendungen gegen die Baumaßnahmen erst in nächster Zeit von der Ablehnung dieser Einwendungen unterrichtet. Und erst, wenn dann niemand gegen die Ablehnung Rechtsmittel einlegt, könne mit den tatsächlichen Baumaßnahmen begonnen werden. Im Dezember 2005 musste schon ein Gebäude den Baggern weichen: Das Haus des Sozialen Zentrums an der Ulzburger Str. 6. Damals gab man seitens der Stadt als Begründung an, den Platz für Baumaschinen, die beim Ausbau des Verkehrsknotenpunktes eingesetzt werden sollen, zu benötigen. Das war vor knapp zwei Jahren!!! und ein Baubeginn steht heute noch nicht fest.

Dienstag, 13. November, 22 Uhr

Rechtswidrige Drohung gegen Stadtwerke-Kundin?

Die Norderstedter Stadtwerke sollen mehreren KundInnen damit gedroht haben, bei fortwährender Ablehnung der Strom- und Gaspreiserhöhungen die Energiezufuhr zu kappen. Das geht aus einer aktuellen Erklärung der Bürgerinitiative Norderstedter Appell hervor. Die Drohung sei schriftlich bei den Betroffenen eingegangen und in mindestens einem Fall erst zurückgenommen worden, als die Kundin den Stadtwerken mit einer Einstweiligen Verfügung auf Unterlassung drohte. Karl Stengler vom Norderstedter Appell ist darüber empört: Die Stadtwerke als öffentliches Unternehmen seien in besonderem Maße an Recht und Gesetz gebunden.

Dienstag, 13. November, 10 Uhr

Fahrkosten für Schulbus dürfen übernommen werden

Vor kurzem hatte die Landesregierung rechtliche Hürden für die Beteiligung der Kommunen an der Schulbusbeförderung aufgestellt. Demnach war es Kommunen untersagt, derartige Zuschüsse zu gewähren. Dies stieß auf breiten Widerstand. In einem Gespräch zwischen Vertretern von Ämtern und Gemeinden und Landrat Georg Gorrissen wurde nun eine Regelung gefunden. Den Gemeinden ist es erlaubt, freiwillige Aufgaben zu übernehmen. Diese Regelung macht eine Übernahme der Kosten möglich. Für Norderstedt hat die gesamte Regelung keine Auswirkungen. Die Stadt Norderstedt gewährt unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss von 25 Prozent an einer HVV-Schüler-Karte.

Dienstag, 13. November, 10 Uhr

"Weihnachten steht vor der Tür,...

...wir auch" stand auf Plakaten, die rund 1500 VerkäuferInnen aus dem Hamburger Einzelhandel bei ihrem gestrigen Streik mit sich trugen. Wie wir bereits berichteten, wurde und wird auch das REWE-Zentrallager in Norderstedt bestreikt. In den nächsten Tagen wird das Warenangebot in einigen Bereichen daher knapp werden. REWE-Sprecherin Astrid Ohletz geht davon aus, dass Kühltransporte aber weiterhin funktionieren und baut aus ihrer Sicht darauf, dass nicht alle MitarbeiterInnen streiken. Die http://nord.verdi.de/presse/showNews?id=f3e643ea-9107-11dc-6fa8-0019b9e3...
" target="_blank"> Gewerkschaft hofft natürlich auf einen gegenteiligen Effekt. Je mehr MitarbeiterInnen sich am Streik beteiligen, umso größer die Aussicht auf eine schnelle Durchsetzung der Forderungen. Genervte Kundinnen und Kunden sollten ihren Unmut nicht an den MitarbeiterInnen auslassen, sondern eher an den FilalleiterInnen als Vetretungen der Arbeitgeberseite.

Montag, 12. November, 20 Uhr

Norderstedter Workshop fordert kommunalen Integrationsplan

Die mehr als 80 TeilnehmerInnen eines Expertenworkshops zu Integrationsfragen haben am vergangenen Samstag in Norderstedt die Erarbeitung eines kommunalen Integrationskonzeptes beschlossen. Mit dessen Entwicklung wurde zunächst der örtliche Arbeitskreis Migration beauftragt, der sich aus verschiedenen migrationspolitischen Gruppen und Institutionen in Norderstedt zusammensetzt. Schirmherr des überraschend gut besuchten Workshops war Sozialdezernent Harald Freter, der auch in einem Grußwort an die TeilnehmerInnen wandte. Anschließend moderierte die ehemalige Schleswig-Holsteinische Staatssekretärin Ursula Müller die Veranstaltung, die im Norderstedter Rathaus stattfand.

Montag, 12. November, 19 Uhr

GALiN fordert Erdgas-Tankstelle

Die Einrichtung einer Erdgas-Tankstelle fordert Stadtvertreterin Anette Reinders von der Grün Alternativen Liste in Norderstedt (GALiN). Nach der von den Grünen angeregten Entscheidung des Hauptausschusses, den Strombezug der Stadt Norderstedt auf Ökostrom umzustellen, fordert Reinders nun einen weiteren Schritt in Richtung Umweltschutz: Im Werkausschuss will die GALiN in Kürze einen entsprechenden Antrag stellen.

Montag, 12. November, 14 Uhr

"Rewe"-Zentrallager an der Oststraße bestreikt


Seit heute morgen sind ca. 350 Beschäftigte des Zentrallagers der Rewe-Handelsgruppe, zu der auch die Penny-Filialen gehören, in Norderstedt in einen unbefristeten Streik getreten. Der Streik ist der bisherige Höhepunkt des bereits seit Monaten schwelenden Tarifkonfliktes im Einzelhandel. Die Gewerkschaft verdi will damit den Druck auf die Arbeitgeber im Einzelhandelsgewerbe erhöhen, und bis zu fünf Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten sowie einen Mindestlohn von 1500 EUR durchsetzen. Die Arbeitgeber hingegen wollen über die Abschaffung von Zuschlägen verhandeln. Morgen wollen die Streikenden gemeinsam zu einer bundesweiten Demonstration nach Berlin fahren.

Montag, 12. November, 12 Uhr

Informationsveranstaltung zur Landesgartenschau


Am heutigen Montag abend wird Kai Jörg Evers, Mitgeschäftsführer der Stadtpark Norderstedt GmbH, im Plenarsaal des Rathauses über den Planungsstand der Landesgartenschau 2011 sowie über deren "Chancen" berichten. Ob er auch Stellung zu den zahlreichen kritischen Stimmen aus der Norderstedter Bevölkerung nehmen wird, hängt sicher auch davon ab, wieviele KritikerInnen heute abend zu der kostenlosen Veranstaltung um 19:00h kommen werden.

Sonntag, 11. November, 9 Uhr

Vorratsdatenspeicherung: Storjohann, Fischer und Carstensen dafür

Ein schwarzer Tag für die Pressefreiheit, so kommentierte nicht nur das Hamburger Abendblatt die Entscheidung des Bundestages, künftig auch Journalisten, Ärzte und Anwälte telefonisch überwachen zu lassen. Zudem müssen Telefongesellschaften die Verbindungsdaten ihrer KundInnen jetzt sechs Monate speichern, das Zeugnisverweigerungsrecht vor Gericht wurde abgestuft. Sicher: Nur mit richterlicher Erlaubnis und bei verdacht schwerer Straftaten darf fortan in den genannten Berufsgruppen abgehört werden, aber dieserlei Sicherungen haben noch nie funktioniert. Schon heute erfolgt ein Großteil der Abhörmaßnahmen, ohne dass je ein Richter oder - wie ebenfalls vorgeschrieben: im Nachgang der Betroffene davon erfahren würde. In der Region haben Gero Storjohann (CDU, Wahlkreis Segeberg und Stormarn-Nord), Dirk Fischer (CDU, Wahlkreis Hamburg-Nord) und Christian Carstensen (SPD, Wahlkreis Hamburg-Nord) für die Ausweitung des Überwachungsstaates gestimmt. Franz Thönnes (SPD, Wahlkreis Segeberg und Stormarn-Nord) blieb der Abstimmung fern, Anja Hajduk (GAL, Wahlkreis Hamburg-Nord) stimmte dagegen.

Samstag, 10. November, 13 Uhr

Kranzniederlegungen am Gedenkstein des KZ Wittmoor

Weit mehr Menschen als in den Vorjahren gedachten in Norderstedt des 9. November und der Opfer des deutschen Faschismus. Am 9. November 1938 hatten die Nazis zum Sturm auf Synagogen und andere jüdische Einrichtungen geblasen, damit den Startschuss zur Vernichtung der Juden in Europa gesetzt. In Norderstedt fanden sich aus diesem Anlass neben Heike Linde-Lembke vom Verein Chaverim - Freundschaft mit Israel, Siegfried Nieswandt von der Vereinigung für Verfolgte des Naziregimes (VVN/BdA), Bürgermeister Hans-Joachim Grote (CDU) und mehreren KommunalpolitikerInnen auch die PastorInnen Alexandra Hector, Martin Lorenz und Michael Schirmer samt zahlreichen Konfirmanden am Gedenkstein des KZ Wittmoor im Glashütter Fuchsmoorweg ein. Nachdem Heike Linde-Lembke aus Gedichten von Selma Meerbaum-Eisinger gelesen hatte, wandte sich zunächst der Bürgermeister an die TeilnehmerInnen. Grote nimmt als einer der wenigen PolitikerInnen in Norderstedt traditionell an den Gedenkveranstaltungen im Wittmoor teil. Anschließend las Pastorin Hector aus Texten von Elli Wiesel, bevor der Harksheider Wilhelm Thoele als Zeitzeuge vom 9. November 1938 berichtete und Friedrich Hebbels "Requiem" rezitierte. Nach diesen Ansprachen wurden Kränze der Stadt Norderstedt, vom Verein Chaverim und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN/BdA) niedergelegt. Am Gedenkstein des zwischen März und Oktober 1933 eingerichteten KZ Wittmoor gedachten auch Hella Schmitt und Kathrin Oehme (beide CDU), Marlis Krogmann (FDP), Hans-Werner Kühl (SPD), Sigrid Krüger (Projekt "Sich kennen und verstehen lernen", Gymnasium Harksheide) und viele Andere den Opfern des Faschismus.

Samstag, 10. November, 12 Uhr

Banse gegen Bürgerwehren

Der Sprecher des Kriminalpräventiven Rates, Kriminaloberkommissar Wolfgang Banse hat sich in deutlicher Form gegen die Einrichtung von Bürgerwehren in Norderstedt ausgesprochen. Gegenüber dem Info Archiv wandte sich Banse damit auch gegen Bestrebungen von Music-Star-Betreiber Wolfgang Sedlatschek, gegen eine Gruppe jugendlicher Halbstarker im Umfeld des Harksheider Marktes mit einer Bürgerwehr vorzugehen. Banse kennt zwar die Problematik und nennt den Harksheider Markt polizeisprachlich einen "gefährdeten Ort", die Übergriffe der Jugendlichen seien aber mittlerweile rückläufig. Unter anderem durch Gespräche, aber auch mit Hilfe verstärkter "Bestreifung", Platzverweisen und Strafverfahren sei man dabei, den Szene-Treffpunkt zu entschärfen. Das Problem besteht nach Meinung von Banse wie so oft in Norderstedt darin, dass kaum geeignete Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche ab 15, 16 Jahre existieren. Zwar gebe es grundsätzlich ein großes Freizeitangebot, für ältere Jugendliche seien aber keine Orte dabei, "die prickeln".

Samstag, 10. November, 11 Uhr

Streit um LGS-Brief der Stadtpräsidentin

Weiterhin für Wirbel sorgt die für 2011 geplante Landesgartenschau (LGS) in Norderstedt. Vor einer Woche hatte sich auch Stadtpräsidentin Charlotte Paschen (CDU) in die schwelende Auseinandersetzung eingebracht und in einem Offenen Brief "Gründergeist statt Miesmacherei" gefordert. Zwar sind die Reaktionen beiderseits verhalten, eine Spaltung in der Bevölkerung ist am Thema LGS aber kaum zu übersehen. Während die BefürworterInnen der Stadtpräsidentin Recht geben und eine überwältigende Mehrheit für die mittlerweile als großes Event konzipierte Schau in der Stadt wähnen, beharren KritikerInnen darauf, dass es nicht um die Schau an sich, sondern vielmehr um ihre Finanzierung und ihr Ausmaß geht. Für Kritik sorgen insbesondere die geplante Wasserski-Anlage, das Bezahl-Freibad, der angedachte Beton-Rundweg um den See herum und die faktische Auslagerung von LGS-Kosten in den städtischen Hauhalt. So richtet sich Herwig Niehusen, Sprecher des Norderstedter BUND, in der Norderstedter Zeitung gegen einen "kommerziellen Erlebnispar", bei der die Natur auf der Strecke bleibe. Karl Stengler vom Norderstedter Appell sorgt sich angesichts der hohen Verluste vergleichbarer Gartenschauen vor allem um die städtischen Finanzen, während Anwohner Horst Thurau kritisiert, dass Kritiker der LGS sofort in die Ecke der Nörgelei gestellt würden. Siegfried Hackbarth ist da deutlich unkritischer. Er hat "volles Vertrauen" in alle, die die Schau mitgestalten und kennt niemanden in seinem Bekanntenkreis, der dagegen sei. Ähnlich äußert sich auch Holger Schurbohm Chef von Elektro-Alster-Nord: Er beschimpft allerdings die Kritiker der Event-Schau als "die immer gleichen Miesmacher unserer Stadt", die ihr aus "purer Selbstdarstellung Schaden zufügen" wollten. Schurbohm erwartet von der LGS nicht nur steigende Lebensqualität, sondern auch einen nachhaltigen "Werbeschub" für die Stadt und greift indirekt vor allem GALiN-Frau Maren Plaschnick für ihre ablehnende Haltung an.

Freitag, 9. November, 11 Uhr

Aufträge für Nordex und Jungheinrich

Während der Windanlagenbauer Nordex jüngst einen Großauftrag aus den USA verbuchte, wuchs auch Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich erheblich: 15% mehr Umsatz in den ersten neun Monaten des Jahres sprechen eine deutliche Sprache, das Unternehmen kletterte damit auf bislang 1,44 Milliarden Euro Umsatz in 2007.

Freitag, 9. November, 10 Uhr

DIE LINKE gründet Ortsverband in Norderstedt

Einen Norderstedter Ortsverband will die aus WASG und Linkspartei fusionierte Partei DIE LINKE am 19. November gründen. Ort der Versammlung ist um 19 Uhr das TuRa-Sportlerheim, Am Exerzierplatz 14 in Norderstedt.

Freitag, 9. November, 10 Uhr

Mission accomplished

Das gibt es selten: Aus einem überaus positiven Anlass löst sich der Segeberger Verein zum Schutz des Jüdischen Friedhofs in Segeberg e.V. und zum Kennenlernen des Judentums nach 18 Jahren am morgigen Samstag auf. Die Ziele des Vereins seien damit erreicht, dass die Jüdische Gemeinde in Bad Segeberg künftig die Pflege des Jüdischen Friedhofes übernimmt, so Vereinsgründer Friedrich Gleiss zu den Lübecker Nachrichten. Mehr als 100 Veranstaltungen hatte der Verein zuvor rund um Fragen des Judentums und der jüdischen Geschichte in Bad Segeberg organisiert, unter den ReferentInnen waren dabei so klangvolle Namen wie Ralph Giordano, Lea Fleischmann oder Esther Bejarano.

Freitag, 9. November, 9 Uhr

"Bürgerblock Bad Segeberg" stellt sich auf

Die Wählergemeinschaft Bürgerblock Bad Segeberg (BBS) hat nach einem Bericht der Lübecker Nachrichten ihre Startposition für die Kommunalwahl 2008 eingenommen. Ziel der vor über 20 Jahren gegründeten Gemeinschaft ist es demnach, drei statt bislang zwei Sitze in der Stadtvertretung der Kreisstadt zu erlangen. Anlässlich der Kommunalwahlen vom 2. März 2003 hatte die CDU mit 56,3% der Stimmen 17 der 27 Sitze und damit die absolute Mehrheit erreicht. Von den übrigen 10 Sitzen erhielt die SPD mit 23,8% sieben, der Bürgerblock mit 9,4% zwei und die Grünen mit nur 5,7% einen. Seit März diesen Jahres schwelt zwischen dem BBS und der Segeberger CDU ein Streit, nachdem der Bürgerblock gegen die Abwahl des zweiten, stellvertretenden Bürgermeisters Joachim Wilken-Kebeck stimmte und die BBS-Frau Sigrid Harder in diesem Zusammenhang heftige Kritik am Verhalten von Bürgermeister Hans-Joachim Hampel (CDU) und dessen umstrittenen Büroleiter Dirk Moritz übte. Harder warf Moritz damals unter anderem "mangelnde Sozialkompetenz" vor.

Donnerstag, 8. November, 16:00 Uhr

Workshop "Migration und Integration"

Mit einem Workshop unter der Schirmherrschaft des Norderstedter Sozialdezernenten Harlad Freter (SPD), soll die Integration von Migranten verbessert werden Lt. Freter hat Norderstedt 5830 ausländische Einwohner (rund 8 Prozent der Bevölkerung). Dazu kommen noch 7000 Spätaussiedler (die offenbar in den offiziellen Statistiken einen eigenen Status haben). Migranten haben es oft schwer, mit den hiesigen Verhältnissen zurecht zu kommen. Freter gegenüber den Lübecker Nachrichten: "Deshalb ist die Integration eine der wichtigen Herausforderungen unserer Zeit". Martin Link , Sprecher des Landes-Flüchtlingsrates, wies darauf hin, dass einige Kommunen in Schleswig-Holstein bereits vor zehn Jahren angefangen hatten, eigene Konzepte für die Integration zu erarbeiten. Kiel und Neumünster seien dabei vorangegangen. In Norderstedt sei man vor zwei Jahren auch schon einmal so weit gewesen, berichtete Freter. Allerdings sei ein umfassendes Konzept seinerzeit von der CDU-Mehrheit auf eine rein sprachliche Förderung zusammengestrichen worden. Der Workshop soll nun das Thema Integration aufgreifen. Zu den Themenschwerpunkten gehören die Erörterung der politischen und rechtlichen Seite, die Rolle des Sports bei der Integration, Möglichkeiten für Verwaltung und Unternehmen sich dem Thema zu öffnen und das wie der beruflichen Integration. Die Workshops finden am Sonnabend, 10 November im Rathaus (Plenarsaal), Rathausallee 50, statt. Wer daran teilnehmen möchte, sollte sich bei Katja Zenk im Rathaus Norderstedt unter der Telefonnummer 040/53 59 59 56 anmelden. Im Anschluss an die Wokshops wird ein mehrsprachiges Theaterstück von eingewanderten Frauen aufgeführt, dass auch ohne Anmeldung besucht werden kann.

Donnerstag, 8. November, 10:45 Uhr

AKN wurde wieder bestreikt

Da die Arbeitgeberseite nicht auf den Kompromissvorschlag der http://www.gdl-kaltenkirchen.de/pageID_3867188.html#
" target="_blank"> Gewerkschaft deutscher Lokführer (GDL) eingegangen ist, rief die GDL gestern zu einem erneuten Streik von 24 Stunden auf. Uneinig sind sich die Kontrahenten vor allen Dingen noch bei der Arbeitszeit (der Arbeitgeber will auf 39,5 Stunden Wochenarbeitszeit erhöhen, die Gewerkschaft nicht) und bei den Lohnerhöhungen für das Jahr 2008 (Arbeitgeber bieten 2 Prozent, GDL verlangt 3 Prozent). Außerdem möchte der Arbeitgeber die Lohnerhöhung für das Jahr 2009 bereits jetzt mit 2 Prozent festschreiben, die GDL hingegen will für 2009 erst später verhandeln. Einigkeit besteht offenbar bei der Lohnerhöhung von 3 Prozent für 2007. Von Mittwoch 3 Uhr bis Donnerstag 2 Uhr wurde gestreikt. Allerdings konnte die AKN einen eingeschränkten Fahrplan anbieten, da verstärkt Mitarbeiter anderer Gewerkschaften und Nichtorganisierte eingesetzt wurden. Wie weit wäre die Angelegenheit wohl schon gediehen, wenn ALLE Arbeitnehmer die Arbeit niedergelegt hätten?

Donnerstag, 8. November, 10:30 Uhr

Nordport: Das reinste Freuden-Haus

Was hat Norderstedt mit Frankfurt und Leipzig gemein: Ein World-Cargo-Center der Unternehmungsgruppe Garbe ! Hier wie dort baut Garbe auf einen wachsenden Logistiksektor. Beim gestrigen Richtfest strahlten Investor Berhard Garbe, Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote und Entwicklungsgesellschaft Norderstedt (EgNo)-Geschäftsführer Marc-Mario Bertermann um die Wette. Garbe freut sich weil er 70 Millionen Euro für die "Jobmaschine" bei Fondsanlegern einsammeln darf, OB Grote weil er von 1000 neuen Arbeitsplätzen (letztes Jahr sprach man noch von 300 bis 600) und hohen Gewerbesteuereinnahmen träumt und Bertermann weil die beiden anderen sich freuen. Grote freut sich außerdem darüber, dass nun die Hälfte der 27 Hektar großen Fläche zwischen Niendorfer Straße und Ohechaussee vermarktet seien ? darüber freute er sich allerdings auch schon vor eineinhalb Jahren, im April 2006.

Mittwoch, 7. November, 16:30 Uhr

Da blieben´s nur noch drei

Alles bleibt anders. Nach diesem Motto hat die Norderstedter Stadtvertretung beschlossen, in Zukunft drei Dezernenten zu haben anstatt wie bisher drei. Alles klar? Also eigentlich wollte man vier Stellen besetzten, was auch für einen kurzen Moment gelang. Dann sprang der gerade gewählte Herr Ehling aus Münster "aus privaten" Gründen wieder ab. Es folgte ein kurzes Gezerre um den Posten und nun will man doch wieder nur drei Stellen besetzen. Dagegen war nur die GALiN , die den jetzigen Dezernenten Thomas Bosse und Thorsten Thormählen sowie Oberbürgermeister Hans-Joachiom Grote die erforderlichen Kenntnisse für den Bereich Soziales, Kinder und Jugend absprach. Nach dem Willen der GALiN sollte die Stelle neu ausgeschrieben werden. Aber CDU und FDP und OB Grote meinten, man komme auch mit drei Dezernenten aus. Was SPD-Fraktionschef Johannes Paustenbach zu der Bemerkung veranlasste: "Dann hätten wir ja von vornherein auf die zusätzliche Stelle verzichten können". Stimmt. Aber vielleicht hatten die alten Trickser der CDU ja nie wirklich vor, ein viertes Dezernat zu bilden.

Mittwoch, 7. November, 16:00 Uhr

AKN noch verhandlungsresistent

Während die Deutsche Bahn nur zwei Stunden nach Verkünden der bundesweiten Arbeitsniederlegungen im Güterverkehr an den Verhandlungstisch zurückkehrt, scheint die AKN verhandlungsresistent. Jedenfalls lagen bis Mittwochnachmittag keine Meldungen vor, nach denen die öffentliche Bahngesellschaft auf die Lokführergewerkschaft GDL zugeht. Der Knackpunkt der Tarifverhandlungen scheint im Gegensatz zum Arbeitskampf zwischen GDL und Deutscher Bahn die von der AKN geforderte, unbezahlte Mehrarbeit von einer halben Stunde pro Woche zu sein. Auch heute legten wieder Dutzende Lokführer der Linien zwischen Eidelstedt und Neumünster, Norderstedt-Mitte und Henstedt-Ulzburg sowie Henstedt-Ulzburg und Elmshorn die Arbeit nieder, es kam zu starken Behinderungen. So verkehrten die Züge nach einer Meldung des NDR auf der Linie A1 zwischen Eidelstedt und Neumünster nur etwa alle 40 Minuten, statt fahrplanmäßig in 10minütigem Rhythmus.

Mittwoch, 7. November, 16:00 Uhr

Informationen zum neuen Schulgesetz

In einem Schreiben im Auftrage des Ersten Stadtrates der Stadt Norderstedt, Harald Freter , lädt dieser zu Informationsveranstaltungen zum neuen Schulgesetz sowie zur Schulentwicklungsplanung ein. Die Veranstaltungen werden gemeinsam von der Stadt als Schulträger und dem Schulamt des Kreises Segeberg als Schulaufsichtsbehörde durchgeführt. Es soll über die wesentlichen Änderungen des neuen Schulgesetzes und den Stand der Schulentwicklungsplanung (z.B. Regionalschulen, Gemeinschaftsschulen) informiert werden. Die Moderation übernimmt die Schulrätin Frau Pahlke. Die stadtteilbezogenen Termine sind:

  • Dienstag, den 13.11.2007, 19.30 Uhr im Steertpoggsaal der Grund-
    und Hauptschule Friedrichsgabe, Petalozzostr. 5, 22844 Nordersetdt
  • Mittwoch, den 21.11.2007, 19.30 Uhr in der Aula des
    Schulzentrums-Süd, Poppenbütteler Str. 230, 22851 Norderstedt
  • Donnerstag, den 22.11.2007, 19.30 Uhr in der Pausenhalle der
    Grundschule Heidberg, Heidbergstr. 89, 22846 Norderstedt

Mittwoch, 7. November, 7:00 Uhr

Gedenken an Pogromnacht

Am Freitag um 16 Uhr findet an der KZ-Gedenkstätte Wittmoor im Norderstedter Fuchsmoorweg das diesjährige Gedenken an die Opfer und Folgen der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 statt. Die Stadt Norderstedt, der Verein Chaverim - Freundschaft mit Israel und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN/BdA) rufen zur Kranzniederlegung auf, an der auch Bürgermeister Hans-Joachim Grote (CDU), Sozialdezernent Harald Freter (SPD) und Stadtpräsidentin Charlotte Paschen (CDU) teilnehmen wollen. Die letzten Überreste des zwischen März und Oktober 1933 "aktiven" Konzentrationslagers für politische Häftlinge wurden in den 80er Jahren in einer Nacht-und-Nebel-Aktion für den Neubau des Plaza-Baumarktes an der Segeberger Chaussee dem Erdboden gleichgemacht.

Dienstag, 6. November, 17:00 Uhr

Ökostrom für die Stadt

Die GALiN hatte bereits am 17. September 2007 einen Antrag in den Hauptausschuss gegeben, den Strombezug der Stadt Norderstedt und aller ihr angeschlossener Einrichtungen wie z.B. Schulen und Kindergärten zum nächstmöglichen Zeitpunkt auf den Bezug von Strom aus regenerativen Quellen (sog. Ökostrom ) umzustellen. Jetzt hat der Hauptausschuss einstimmig die Umstellung der städtischen Stromversorgung auf Ökostrom beschlossen. Der Antrag war bei der letzten Sitzung noch vertagt worden, um den Umfang des Stromverbrauchs festzustellen und die Mehrkosten beziffern zu können. Das Ergebnis: Die Umstellung wird rund 30.000 Euro mehr Kosten, was in Hinblick auf die jetzigen Stromkosten von 1,5 Mio durchaus vertretbar ist. Annette Reinders, Fraktionsvorsitzende der GALiN erklärt dazu: "Wir sind sicher, dass dieses Geld gut angelegt ist. Denn dies ist eine Investition in die Zukunft, die wesentlich zum Klimaschutz beitragen wird". Der Hauptschuss hat in diesem Zusammenhang die Verwaltung gebeten, die CO2-Einsparungen zu berechnen.

Dienstag, 6. November, 13:00 Uhr

Morgen bleiben Briefkästen leer

Die Gewerkschaft ver.di führt für den Bereich der Niederlassung Brief Hamburg der Deutschen Post AG morgen eine Betriebsversammlung durch. Da davon ausgegangen werden kann, dass auch viele Kolleginnen und Kollegen des Zustellbereichs Norderstedt daran teilnehmen werden, werden wohl viele Briefkästen leer bleiben. Die Versammlung findet um 9 Uhr im CCH Hamburg statt. Auf der Tagesordnung stehen hauptsächlich die vom Arbeitgeber geplanten Rationalisierungsmaßnahmen, die aktuelle personellen Situation in der Niederlassung sowie der Stand bei der Durchsetzung eines Mindestlohnes in der Briefdienstbranche. Die Situation gerade der Zusteller (früher: Postboten) ist mittlerweile als sehr kritisch anzusehen, da die Arbeitsbelastung durch Personalreduzierung teilweise ins unermessliche gestiegen ist. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Motivation und die Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen, sondern natürlich auch auf die Qualität der Arbeit. Die Betriebsratsvorsitzende Gabriele Gülzau hat daher alle PostlerInnen aufgerufen, zu der Betriebsversammlung zu kommen.

Dienstag, 6. November, 9:30 Uhr

Frauentreffpunkt wird der Geldhahn zugedreht

Ruth Kölsch , Vorsitzende des "Frauentreffpunkt Kaltenkirchen" und deren Vertreterin Irene Gora werden für keine weitere Amtszeit antreten. Die Beratungsstelle kümmert sich im Bereich Henstedt-Ulzburg, Kaltenkirchen, Bad Bramstedt und Kaltenkirchen-Land um Frauen in Not. Schon seit 2003 muss der Verein in "andauernder finanzieller Unsicherheit" agieren. Henstedt-Ulzburg mit Bürgermeister Volker Dornquast weigert sich beharrlich, auch nur einen Zuschuss von zuletzt beantragten 2000 Euro zu zahlen. In Kaltenkirchen sind SPD und FDP bereit, mehr Geld bereitzustellen, allerdings blockiert dies die CDU - und die hat die Mehrheit in der Stadtvertretung. Der Verein macht gegenüber Bürgermeister Dornquast deutlich, dass keine Frau bereit sei, die weitere Verantwortung zu übernehmen, da jede ehrenamtliche Vorstandsfrau persönlich hafte, falls finanzielle Verpflichtungen nicht eingehalten würden. Im Januar wird der Norderstedter Verein Frauenräume die Trägerschaft übernehmen.

Dienstag, 6. November, 9 Uhr

Vielen EinwohnerInnen stinkt´s

Im Zusammenhang mit der Biogasanlage lädt der Bürgerverein Ellerau (BVE) zu einer Podiumsdiskussion unter dem Motto "Segen oder Fluch für die Gemeinde" ein. Dabei sollen Fragen nach der Finanzierung der Biogasanlage genauso geklärt werden wie die zum Lärm und der Geruchsbelästigung. Rüdiger Henze , der Sprecher der BVE, betont, dass die BVE nicht grundsätzlich gegen die fortschrittliche und auf regenerative Energieproduktion bauende Anlage sei. Mit auf dem Podium werden Torsten Thormählen , Ex-Bürgermeister und Vorsitzender der Kommunalbetriebe Ellerau (und jetziger Stadtrat in Norderstedt), und Jörg Langhein , technischer Projektleiter für den Bau von Biogasanlagen, sitzen. Wie leider so oft bei derartigen Großprojekten, steht hinter der Finanzierung ein großes Fragezeichen, vor allem durch fehlende Informationen an KommunalpolitikerInnen und EinwohnerInnen. Kommt uns das in Norderstedt bekannt vor? Ja, das tut es! Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 8. November, um 19.30 Uhr in Kramers Gasthof statt.

Montag, 5. November, 10 Uhr

AKN-KollegInnen im spontanen Streik

Wie Der Spiegel berichtet, sind die in der GDL organisierten KollegInnen bei der AKN heute zu Betriebsbeginn in einen spontanen Streik getreten, welcher bis 9:00 Uhr dauern soll. Währenddessen vergiesst die AKN-Geschäftsleitung Krokodilstränen über den Ausstand, welcher nach ihrer Meinung "auf dem Rücken der PendlerInnen" ausgetragen wird. Dass die AKN auf dem Rücken der Beschäftigten Profite macht, wird dabei verschwiegen, daher auch von hier noch einmal liebe und solidarische Grüsse an die für ihre Interessen kämpfenden GDL-KollegInnen.

Montag, 5. November, 10 Uhr

Die Linke Kreis Segeberg im Internet

Auch die GenossInnen der aus PDS und WASG hervorgegangenen Partei Die Linke in der hiesigen Region haben jetzt eine eigene Homepage.

Sonntag, 4. November, 10 Uhr

7.520 Arbeitslose in Segeberg

Nach aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit suchten im Oktober 7.520 SegebergerInnen eine Arbeit, ein leichter Rückgang gegenüber dem Vormonat. Doch der geht vor allem auf die Städte im Kreis zurück: Alleine in Norderstedt, Kaltenkirchen und Henstedt-Ulzburg verringerte sich die Zahl der Arbeitssuchenden um insgesamt fast 200 Menschen, während in den dörflichen Regionen sogar 100 Betroffene mehr eine Arbeit suchten, als noch im September. Nach wie vor stellt sich der Arbeitsmarkt im Kreis Segeberg beweglicher dar, als in Schleswig-Holstein insgesamt: So mussten die Segeberger Arbeitsagenturen im Oktober zwar mehr als ein Viertel neue Arbeitslose betreuen, konnten aber auch rund 26% ihrer Klientel in neue Arbeitsverhältnisse verabschieden. Im gesamten Land liegt diese Zahl in der Regel bei einem Fünftel.

Samstag, 3. November, 17 Uhr

Segeberger SPD fordert kostenlose Kindergärten

Im Hinblick auf den von Bundesfamilienministerium und Deutschem Industrie- und Handelstag in Auftrag gegebenen Familienatlas will die SPD im Kreis Segeberg mit der Forderung nach kostenlosen Kindergärten und Ganztagesschulen in den Kommunalwahlkampf 2008 gehen. Das hat der Kreisvorstand der Partei nach Angaben seines Vorsitzenden Andreas Beran beschlossen und will seine Ideen nun am 10. November dem Kreisparteitag in Wahlstedt vorschlagen. Nach den Ergebnissen des von der Prognos AG erstellten Familienatlanten schneidet Segeberg indes vor allem in den Handlungsfeldern "Bildung und Ausbildung" (Platz 326 von 439) und "Wohnsituation und Wohnumfeld" (295) schlecht ab, erst danach folgt das Problem der "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" (Platz 200). Neben kostenlosen KiTa-Plätzen und Ganztagsschulen will die SPD künftig an allen Schulen Sozialpädagogen einsetzen und die Eltern wieder von den Kosten der Schülerbeförderung befreien. Einen Finanzierungsvorschlag haben die SozialdemokratInnen für ihre Ideen bislang nicht, wollen aber die Gebühren schrittweise abbauen, um die Haushalte zu schonen. Das besonders schlechte Abschneiden bei "Bildung und Ausbildung" sollte sich indes die FDP genau ansehen, die zur Zeit die Volkshochschule auf volle Kostendeckung zurückstutzen will.

Freitag, 2. November, 17 Uhr

"Die Linke" besucht KZ-Gedenkstätte

Zu einem gemeinsamen Besuch der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen-Springhirsch ruft der Linke-Ortsverband Kreis Segeberg für den 10. November auf. Aus Anlass des 69. Jahrestages der organisierten Gewalt gegen jüdische Geschäfte, Synagogen und Einzelpersonen in der "Reichspogromnacht" vom 9. November 1938 will Die Linke ein Zeichen des Gedenkens setzen. Treffpunkt am 10.11. um 14 Uhr ist direkt an der Gedenkstätte, Fragen können an edda.lechner@wtnet.de gerichtet werden.

Freitag, 2. November, 16 Uhr

Keine Deutsche Bank Players Championship mehr

Na, das ist doch mal eine ganz traurige Nachricht: Nach 13 Jahren zieht sich die Deutsche Bank aus dem kontinental-europäischen Golf-Business zurück. Damit werden zumindest 2008 nicht einige Dutzend Profi-Golfer auf dem Gut Kaden in Alveslohe einfallen und um 3,6 Millionen Euro Preisgeld golfen. Vor allem die weitgehend vom Golf-Turnier abhängige Fairway Marketing GmbH leidet nun unter der Entscheidung der Deutschen Bank und auch der Alvesloher Bürgermeister Peter Kroll (Bürgerverein Alveslohe) ist bedrückt. Die Auswirkungen auf Normalsterbliche in der Region dürften indes begrenzt sein.

Freitag, 2. November, 12 Uhr

Mehr Verkehr und Event-Schau

In einer zweitägigen Marathon-Sitzung hat sich die wieder mit einer absoluten Mehrheit ausgestattete CDU in der Norderstedter Stadtvertretung mit zwei zentralen Projekten durchgesetzt: Die dritte Autobahnzufahrt mit ihren zwei Zubringern soll gebaut werden, während die Landesgartenschau zur kommerziellen Event-Veranstaltung wird. Die NorderstedterInnen erwartet nun deutlich mehr Verkehr und die Aussicht auf eine massive Belastung des städtischen Haushalts. So gehen die Verkehrsplaner sicher davon aus, dass die 3,3 Millionen teure Zufahrt, die quer durch landschaftlich schützenswertes Gebiet am Rande des Rantzauer Forstes geführt wird, zusätzlichen Autoverkehr nach und durch Norderstedt zieht. Der soll künftig ausgerechnet über kleinere Straßen wie den Alten Kirchenweg abgeleitet werden: Aus dem angeblichen Vorteil für die NorderstedterInnen wird so eine deutliche Zuspitzung der heutigen Verkehrsprobleme. In Sachen Landesgartenschau lehnte die Stadtvertretung zwei Anträge von GALiN und SPD ab, die sich um finanzielle Transparenz sowie abgespeckte Planungen bemühten. So bemängelten beide Parteien erneut, dass eindeutig der LGS zuzurechnende Arbeiten mittlerweile im Norderstedter Haushalt zu finden sind, die Schau also schon jetzt ihren Finanzrahmen von 12,5 Millionen Euro sprengt.

Donnerstag, 01. November, 11:00 Uhr

Tatsächlich zwei Gemeinschaftsschulen

Wie von uns bereits am 29. Oktober in unseren News vorausgesehen, hat sich der Bad Segeberger Schulausschuss, bei nur einer Gegenstimme von CDU-Stadtvertreter Alexander Richter, für zwei Gemeinschaftsschulen ausgesprochen. Nach einem Bericht der http://www.ln-online.de/lokales/2246924 " target="_blank"> Lübecker Nachrichten , soll etwa die Hälfte der CDU-Fraktion angekündigt haben, bei der kommenden Stadtvertretersitzung für die Einrichtung der Gemeinschaftsschulen an der Realschule am Seminarweg und am Schulzentrum zu votieren. Kommt dann auch noch ein Ja aus dem Kultusministerium in Kiel, kann es losgehen.

Und hier gehts zu den Meldungen vom 16. bis zum 31. Oktober 2007.