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Sonntag, 8. Juli 2012, 14:16 Uhr

HGN und NSV: Erster Schritt zur Fusion

Handball-Hochzeit?

Infoarchiv Norderstedt | Das hätte wohl kaum mehr jemand für möglich gehalten: Gut 25 Jahre und 100 Gespräche nach der Fusion der Handballsparten von TuRa Harksheide, Glashütter SV, 1. SC Norderstedt und SV Friedrichsgabe zur Handballgemeinschaft Norderstedt (HGN) gibt es nun auch Anzeichen für den letzten Schritt zu einem Zusammengehen mit dem NSV.

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Auslöser für die jetzt vereinbarte, umfassende Kooperation von HGN und Norderstedter SV (NSV) war offenbar der Wechsel an der Spitze des "Götz-Clubs". Ende Februar hatten sich die langjährigen NSV-Chefs Holger und Rosi Götz altersbedingt zurückgezogen und die Vereinsführung an Thomas Strebel (1. Vorsitzender), Stellvertreter Andreas Müller und Geschäftsführer Steffen Liepold übergeben. Nur vier Monate später die Erfolgsmeldung: In Gesprächen mit HGN-Chef Ulrich Palm und dem Trainer des HGN-Oberliga-Teams Andreas Rastner wurde kurzerhand vereinbart, schon zur kommenden Saison eng zusammenzuarbeiten.

Konkret heißt das: Die besten sechs Spieler des NSV-Teams aus der fünftklassigen Hamburg-Liga wechseln in die Oberliga-Mannschaft der HGN (vierte Liga), dafür wird der NSV durch sechs Akteure verstärkt, die bei der HGN nicht zu den ersten Sieben gehören. Ähnlich soll es bei den A-Jugendlichen laufen, während die Frauen (vorerst) getrennt agieren. Ulrich Palm gegenüber dem Heimatspiegel: "Eigentlich ist diese Kooperation längst überfällig. Jedes Jahr wurde aufs Neue diskutiert, aber nie sind wir zusammengekommen. Das ist jetzt der erste Schritt." Und der hat einge gewisse Eigendynamik ausgelöst: Kaum wurde die Kooperation vereinbart, denken die ersten Akteure schon über eine Fusion, bzw. einen Anschluss der NSV-HandballerInnen an die HGN nach, beides könnte schon bis zur Saison 2013/14 erfolgen.

Einmal von der Frage abgesehen, ob denn der qua Fusion anvisierte "sportliche Erfolg" immer an erster Stelle- und damit gegen die Vielfalt unterschiedlicher Vereinskulturen stehen sollte, könnte im Westen Segebergs mit einem geeinten Norderstedter Handballverein tatsächlich so etwas, wie eine Handball-Hochburg entstehen. Mehr als 1.000 Mitglieder hätte dieser Club nach einer Fusion, nach dem diesjährigen Wiederaufstieg in die Oberliga wäre der baldige Aufstieg in die 3. Liga durchaus denkbar. Erst vor wenigen Wochen hatten die Männer des benachbarten SV Henstedt-Ulzburg ja sogar den Zweitliga-Aufstieg geschafft und wollen mit ihren Partien nun teilweise in die Norderstedter Moorbekhalle ausweichen. Möglich, dass es dorf bald eng wird, in Sachen Handball.