Unterstützung für Gefangene |
Protestspaziergang "außer der Reihe"
Etwa 20 Menschen aus Hamburg und Norderstedt versammelten sich am 4. März vor dem Tor des Abschiebeknastes Glasmoor, um die Gefangenschaft des 24jährigen Parmeider Singh zu protestieren. Der aus Indien stammende Häftling war 18 Tage zuvor in einen Hungerstreik getreten, um seine Freilassung zu verlangen.
Erst wenige Tage zuvor hatte ein Hamburger Richter die Verlängerung von Singhs Haft um vier Monate angeordnet, obwohl er alle Gründe, die bei der erstmaligen Inhaftierung des Mannes angeführt wurden, fallenlassen mußte. Der Gesundheitszustand Singhs hat sich derweil verschlechtert.
Die DemonstrantInnen riefen mehrfach Parolen, forderten "die sofortige Freilassung von Parmeider Singh" sowie "Weg mit der Abschiebehaft !". Nach rund eineinhalb Stunden brachen die AntirassistInnen ihren Protest ab. Für Sonntag, den 18. März kündigten sie indes eine größere Kundgebung an. Zu einer Aktion anläßlich des Tages der politischen Gefangenen erwarten Glasmoorgruppe und die linke Gefangenenhilfsorganisation "Rote Hilfe" bis zu 100 DemonstrantInnen in Glasmoor. Traditionell protestieren AntirassistInnen aus Hamburg und Norderstedt an jedem dritten Sonntag im Monat gegen Abschiebehaft und bundesdeutsche Asylgesetzgebung.
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