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Freitag, 8. Juli 2005, 2:00 Uhr

Kleiner CSD

Nur 40 TeilnehmerInnen beim Umzug in Bad Segeberg

Info Archiv Norderstedt | Die OrganisatorInnen vom Regenbogentisch Bad Segeberg e.V. waren ob der geringen Resonanz der bundesweiten Veranstaltung dann auch entsprechend reserviert. Sprecher Matthias Mohrdieck allerdings wollte nicht resignieren - für 2006 kündigte er sogleich die nächste CSD-Parade an: "Letztlich ist es mir egal, ob 30 oder 300 Leute kommen - Hauptsache Flagge zeigen", sagte er der "Norderstedter Zeitung". Seit 2003 findet der CSD auch in Bad Segeberg- und damit in der Schleswig-Holsteinischen Provinz statt. Hier hatte es teilweise auch Auseinandersetzungen um die Parade gegeben, als einige SegebergerInnen durch homophobe (homosexuellenfeindliche) Parolen auffielen.

Der Christopher-Street-Day war nicht immer "nur eine schrille Parade", in den 70er und 80er Jahren verstanden sich die DemonstrantInnen in vielen Städten als politische Kraft, die offensiv die vollständige Gleichstellung homosexueller Lebensweisen erkämpfen wollte. Heute kritisieren viele ehemalige AktivistInnen, dass sich die CSD-Paraden nur noch unwesentlich von der "Love-Parade" in Berlin unterscheiden: Die Demonstrationen um den 28. Juni sind oft weitgehend unpolitisch und kommerziell organisiert.

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