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Freitag, 3. Juni 2011, 20:09 Uhr

... auch nicht nach Süden

GALiN: Keine Verlängerung der Berliner Allee

Infoarchiv Norderstedt | Kaum ist das Verkehrskonzept Garstedt im Norderstedter Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr vorgelegt worden, ist er wieder da - der Gedanke, die Berliner Allee als eine Art "innerstädtische Durchgangsstraße" vom Friedrichsgaber Weg im Norden bis zur Tannenhofstraße im Süden führen zu lassen. Die GALiN ist entsetzt.

Maren Plaschnick (Foto: W.S.)

GALiN-Fraktionschefin Maren Plaschnick, hier auf der Landesgartenschau (Foto: W.S.)

"Weshalb sollen wir in das Wohnquartier rund um die Tannenhofstraße zusätzlichen Durchgangsverkehr holen, ohne dass die wesentlichen Durchgagnsstraßen Friedrichsgaber Weg/Niendorfer Straße eine Entlastung erfahren?" fragt Maren Plaschnick, Fraktionsvorsitzende der grünen Wählergemeinschaft in einer Presseerklärung. "Wir fühlen uns unverändert an unsere Zusage gebunden", so die Stadtentwicklungspolitikerin weiter, "aus der verlängerten Berliner Allee keine Direktverbindung über Tannenhofstraße und Ohechaussee zur Autobahn zu schaffen."

Der Hintergrund: Erst vor wenigen Tagen hatte die Stadtvertretung gegen teils erhebliche Proteste der AnwohnerInnen den Ausbau der Berliner Allee nach Norden beschlossen. Die Planer, aber auch CDU, FDP und SPD waren der Meinung, dass das in Planung befindliche Garstedter Dreieck und auch das Herold Center nur so vernünftig angebunden werden könnten. Gleichzeitig beschweren sich im Süden des Herold-Centers AnwohnerInnen des Krummen Weges, dass ihre Straße als Ausweichstrecke auf dem Weg von der Berliner Allee zur Tannenhofstraße genutzt wird und fordern deshalb teilweise den Ausbau der Berliner Allee auch in diese Richtung. Führt man die Straße jedoch vom Friedrichsgaber Weg bis zur Tannenhofstraße, entstünde erstens eine Art "innerstädtische Umgehungsstraße" zur überlasteten Niendorfer Straße, zweitens eine Alternativroute zur Autobahn und drittens eine Möglichkeit, die auch künftig chronisch überlastete Ochsenzoll-Kreuzung zum umfahren: Aus Hamburg kommend, könnten Autofahrer dann über Langenhorner Chaussee, Tarpen, Rugenbarg und Tannenhofstraße auf schnellem Weg zum Herold-Center und nach Norderstedt-Mitte gelangen - eine Hauptverkehrstrasse mitten durch Wohngebiete. Eine düstere Ahnung, die übrigens nicht gerade neu ist.

Die GALiN, die gemeinsam mit der Fraktion DIE LINKE schon die Verlängerung der Berliner Allee Richtung Norden abgelehnt hatte, fordert im Norden des Centers nun Wohnbebauung statt Straßenprojekten.